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Wer war Erich Klausener?

 

Erich KlausenerEs sind im Wesentlichen zwei Aspekte, die die Gründer der Schule (Herrn Gottfried Duhme, 1. Schulleiter der EKS und Herrn Dechanten Fritz Ammermann, Pfarrer der St.-Antonius-Gemeinde, Herten) in den Jahren 1965/66 dazu bewogen haben, die Schule nach Erich Klausener zu benennen.

 

Zum einen ist es der geographische Ort: Herten, Kreis Recklinghausen.

Von August 1919 bis November 1924 war Dr. Erich Klausener Landrat im Kreis Recklinghausen.

 

In dieser Zeit ist er in allen Bereichen des öffentlichen Lebens im Kreis äußerst aktiv: Mitbegründer des „Vestischen Kalenders“, Verbesserung der Infrastruktur, Förderung der Landwirtschaft, Gründung der Kreisbank Recklinghausen, Tuberkulose - und Behindertenfürsorge, Gründung von Kindererholungsheimen außerhalb des Ruhrgebiets.

 

Zum anderen ist es die Persönlichkeit Dr. Erich Klauseners als bekennender und das Kirchenleben aktiv mitgestaltender Katholik. Nach seiner Zeit als Landrat in Recklinghausen arbeitet er in leitender Position in verschiedenen Ministerien in der Reichshauptstadt Berlin.

 „Daneben“ engagiert er sich ab 1928 als Vorsitzender der „Katholischen Aktion“, einer Laienorganisation, die sich unter anderen auch folgende Ziele gesetzt hatte: Mitarbeit der Laien an den Aufgaben der Kirche, Berufung von Führerpersönlichkeiten für das katholische Volk, Erhaltung und Reinheit der Ehe, Sicherung der katholischen Schulerziehung, soziale Gestaltung des Wirtschaftslebens.

Außerdem organisiert Klausener von 1930 bis 1934 die Märkischen Katholikentage im Bistum Berlin. Am 24. Juni 1934 engagiert sich Klausener in seinem spontan gesprochenen Schlusswort begeistert für das Bekenntnis zum Glauben und die Nächstenliebe. Einen solchen Mann kann das Naziregime nicht dulden.

 

Am 30. Juni 1934 wird Dr. Erich Klausener in seinem Dienstzimmer auf Befehl von Göring und Heydrich von einem SS-Mann erschossen. Der Mord wird als Selbstmord getarnt.Rede Erich Klauseners

 

Dr. Erich Klausener kann also durch sein Denken und Handeln dem Widerstand gegen Ideologie und Regime der Nazis zugeordnet werden. Auch wird man ihn als Märtyrer bezeichnen dürfen.

 

Dieser Mann hat jedoch als Namenspatron einer Schule mehr zu „bieten“ als nur seinen Namen. Das Leben Klauseners lässt Merkmale erkennen, die auch oder gerade in unserer heutigen Zeit beispielgebend sind: persönlichen Mut, soziale Verantwortung, Toleranz gegenüber Andersseienden und Andersdenkenden, Pflichtbewusstsein im Beruf und aktives Bekenntnis des Glaubens.

 

 

(Beide Fotos sind dem Buch "Eich Klausener" von W. Adolph; Möbius-Verlag Berlin, 1955 mit freundlicher Genehmigung des Verlages entnommen)

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